iba AG

ibaLogic

Signalverarbeitung und Automatisierung

Auf einen Blick

  • PC-basiertes System zur Signalverarbeitung, Steuerung und Simulation
  • Grafische Programmierung nach IEC 61131-3
  • Client-/Server Prinzip 
  • PAC-Architektur
  • Verschiedenene Laufzeitplattformen
  • Einfache Programmerstellung und intuitive Bedienung
  • Anwenderspezifische Funktionsbausteine und Datentypen
  • Einbindung vorhandener C(++) Algorithmen
  • Hierarchisches Design und Makrotechnik
  • Programmänderungen im Betrieb möglich
  • Eingebundene Datenaufzeichnung
  • Integriertes ibaPDA-Express zur Messwertanzeige
  • Ereignis-Tasks
  • Unterbrechung von Tasks möglich (je nach Priorität)
  • Playback von Messdateien

Ein System für viele Anwendungen

Ein System für viele Anwendungen

ibaLogic ist ein System zur Signalverarbeitung und Automatisierung. Die fünfte Generation des Systems ibaLogic, das bereits in vielen industriellen Anwendungen zuverlässig arbeitet, wurde programmtechnisch neu konzipiert und mit einer zeitgemäßen Oberfl äche versehen.

Basierend auf der Architektur eines Programmable Automation Controllers (PAC) nutzt ibaLogic sowohl leistungsstarke PCs als auch spezielle Laufzeitsysteme, wie z. B. ibaPADU-S-IT2x16, um Aufgaben einer klassischen SPS zu lösen. ibaLogic wird vor allem in der Mess- und Regelungstechnik für schnelle und dynamische Prozesse eingesetzt.

Kurze Programmzykluszeiten bis zu 1 ms und ein deterministisches Zeitverhalten machen dies möglich.

Aufgrund der einfachen Handhabung, der nahtlosen Einbindung von iba-Messtechnikprodukten und einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis bieten sich viele Einsatzgebiete an.

Wesentliche Einsatzgebiete

Wesentliche Einsatzgebiete

  • Signalmanager in der Messtechnik
  • Komplexe Signalvorverarbeitung (z. B. Schwingungsüberwachung und Mess-Systeme)
  • Systemkopplungen bei der Modernisierung von Anlagen
  • Automatisierung von Anlagen
  • Prozesssimulation
  • Energiemanagement und Gebäudetechnik
  • Realisierung von Prozessmodellen zur Optimierung
  • Forschung, Ausbildung und Lehre

Das Programmkonzept

Das Programmkonzept

Das ProgrammkonzeptUm den stetig wachsenden Ansprüchen an die Automatisierung und Messtechnik gerecht zu werden, wurde ein Programmkonzept entwickelt, das auch für zukünftige Entwicklungen die erforderliche Flexibilität gewährleistet und sich u. a. durch folgende Eigenschaften auszeichnet:

  • Client/Server-Architektur
  • Datenbankbasiert (Microsoft SQL Server)
  • Programmeditor ist mit dem Laufzeitsystem über TCP/IP-Kommunikation verbunden

Diese Eigenschaften ermöglichen, dass die Anwendung auf einem autarken System (PC oder ibaPADU-S-IT) abläuft, und über einen Entwicklungs-PC oder Notebook programmiert und beobachtet werden kann. Die Projektdaten (z. B. Programme und Konfi gurationen) werden zentral in einer Datenbank abgelegt.

PAC-Architektur

PAC-Architektur

ibaLogic wurde nach der Programmable Automation Controller (PAC)-Architektur programmiert. Ein Kennzeichen der PAC-Architektur ist die Verbindung von PC-typischen Eigenschaften und IT-Standards mit den Automatisierungsfunktionen der SPS-Technik.

So lassen sich Funktionen der Prozess- und Anlagensteuerung mit der Verwendung von Standards wie z. B. Windows XP/CE, HTML, SMTP, FTP und SQL sowie Ethernet, TCP/IP, USB, CANBus, usw. kombinieren.

Im Falle von ibaLogic wurde die PAC-Architektur außerdem um die Funktionen der Messung und der Datenaufzeichnung erweitert. iba AG bezeichnet deshalb das System als "Programmable Measurement and Automation Controller" (PMAC).

Einfache Programmerstellung und intuitive Bedienung

Einfache Programmerstellung und intuitive Bedienung

Einfache Programmerstellung und intuitive BedienungDie einfache grafische Programmierung und ein benutzerfreundliches Bedienkonzept machen es Neueinsteigern und auch erfahrenen Programmierern leicht, sich schnell in ibaLogic einzuarbeiten.

Die Steuerung, Konfiguration und Bedienung der Programmelemente ist durch die übersichtliche Anordnung der Fenster intuitiv und einfach vorzunehmen.

Alle wichtigen Funktionen sind auf einen Blick sichtbar oder können über Kontextmenüs erreicht werden. Einstellungen und Konfigurationen werden über Dialoge vorgenommen.

Die Bedienoberfläche ist in zwei Hauptbereiche gegliedert.

Programm-Designer

Der Programm-Designer ist das Hauptfenster der Programmieroberfläche. In diesem wird die eigentliche „Programmierarbeit“ vorgenommen, d. h. hier werden Funktionsbausteine platziert und miteinander verknüpft. Anhand der Hintergrundfarbe lässt sich sofort erkennen, ob das Programm im Editiermodus arbeitet oder „scharf geschaltet“ ist.

Bei laufender Berechnung werden die Istwerte aller Bausteinkonnektoren alphanumerisch angezeigt. Die Zustände False/True bei binären Signalen werden mit den Farben Blau/Rot der Verbindungslinien angezeigt.

Navigationsbereich

Im Navigationsbereich befinden sich alle für die Konfiguration und Programmierung erforderlichen Elemente und Informationen. Programmelemente können aus der entsprechenden Rubrik entweder per Drag & Drop in den Programm-Designer gezogen oder über Kontextmenüs konfiguriert werden.

Dazu gehören:

  • Projekt- und Programmstruktur
  • Ein- und Ausgangsressourcen
  • Funktionsbausteinbibliothek
  • Datentypen

Darüber hinaus bietet der Navigationsbereich weitere Ansichten mit den verwendeten Programmelementen bezüglich ihrer Instanzen, Hierarchie und Berechnungsreihenfolge.

Diese Ansichten sind bei der Fehlerbehebung (Debugging) eines Programms hilfreich. Beispielsweise können Bausteine in der Hierarchie-Ansicht einfach per Doppelklick gefunden und angezeigt werden.

Sowohl Projektierung als auch Fehlersuche können damit sehr effizient erfolgen.

Erweiterbare Funktionsbaustein-Bibliothek

Erweiterbare Funktionsbaustein-Bibliothek

Die Standardbibliothek verfügt über alle in der IEC-Norm vorgesehenen Standard-Funktionsbausteine (FBs) sowie über hilfreiche Ergänzungen (Mittelwertbilder, PID-Regler, FFT-Bausteine, usw).

Selbsterstellte Funktionsbausteine und/oder Makros können mit einem Mausklick im FB-Eigenschaften-Menü der Bibliothek hinzugefügt werden. Zusätzlich können Funktionsbausteine und Programme in andere ibaLogic-Anwendungen ex- und importiert werden.

Für die Programmierung können die Bausteine einfach per Drag & Drop aus dem Navigationsbereich in den Programm-Designer platziert werden.

Benutzerdefinierte Funktionsbausteine

Benutzerdefinierte Funktionsbausteine

Benutzerdefinierte FunktionsbausteineDie Erzeugung eigener Funktionsbausteine mit der textuellen Eingabemethode auf Basis von IEEE Strukturierter Text (ST) ist integraler Bestandteil von ibaLogic. Dazu stellt ibaLogic einen komfortablen Funktionsblock-Editor zur Verfügung.

Im Funktionsblock-Editor können Eingänge, Ausgänge und interne Variablen sowie die Verarbeitungslogik des Bausteins definiert werden.

Nachdem ein Funktionsblock erzeugt wurde, steht dieser in der Bausteinbibliothek zur Verfügung.

Integration existierender C(++) Algorithmen

Integration existierender C(++) Algorithmen

Die Nutzung vorhandener Hochsprachenprogramme ist eine wertvolle Eigenschaft von ibaLogic. Technologisches Know-how kann so vor ungewolltem Zugriff geschützt werden und die Kontinuität bewährter technischer Lösungen ist auch bei Modernisierungen gewährleistet.

ibaLogic stellt dafür einen Programmierrahmen zur Verfügung, in den vorhandener Code eingebaut werden kann.

Die so generierten Bausteine haben die gleichen Eigenschaften wie Funktionsbausteine und werden in der grafischen Oberfläche mit allen Konnektoren und den aktuellen Signalwerten angezeigt (gesonderte Lizenzierung)

Hierarchisches Design und Makrotechnik

Hierarchisches Design und Makrotechnik

Die Übersichtlichkeit des Gesamtprogramms lässt sich erhöhen, indem Programmteile, die mit diskreten Funktionsbausteinen erstellt wurden, zu übergeordneten Funktionsbausteinen, den sogenannten Makrobausteinen, zusammengefasst werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, diese Makrobausteine in anderen ibaLogic-Projekten zu verwenden. Makrobausteine können von Grund auf programmiert oder mittels Mehrfachauswahl aus vorhandenen Funktionsbausteinen gebildet werden.

Die Anzahl der Hierarchien ist nicht limitiert.

Benutzerdefinierte Datentypen

Benutzerdefinierte Datentypen

Dem Anwender stehen neben den Standard-Datentypen gemäß IEC-Norm auch verschiedene benutzerdefinierte Datentypen zur Verfügung. Diese Datentypen können mithilfe einfacher Dialoge frei definiert bzw. aus Standard- oder anderen Datentypen abgeleitet werden. Zu den typischen benutzerdefinierten Datentypen gehören insbesondere Aufzählungen (Enum), Strukturen (Strukt) und Felder (Array). Die Datentypen sind im Navigationsbereich dargestellt und können sofort im Programm verwendet werden.

Programmänderungen während des Betriebes

Programmänderungen während des Betriebes

Änderungen an einem Programm können während des Betriebes vorgenommen werden, da keine separaten Compilierungsläufe und Ladevorgänge erforderlich sind. Alle Änderungen können sofort automatisch übernommen werden.

Die Programme, die mit einem ibaLogic-Client erstellt und gestartet wurden, laufen in kompilierter Form als sogenannte Laufzeit auf dem Zielsystem (z. B. einem ibaLogic-Rechner).

Diese Laufzeit kann immer dann automatisch und stoßfrei aktualisiert (neu kompiliert) werden, wenn im ibaLogic-System Änderungen vorgenommen werden.

Verschiedene Laufzeitumgebungen (Plattformen)

Verschiedene Laufzeitumgebungen (Plattformen)

Die Laufzeit kann unabhängig vom ibaLogic-Programmiersystem (Server) arbeiten, sofern eine geeignete Umgebung vorhanden ist. ibaLogic-Server und -Client werden nur während der Programmerstellung oder -änderung benötigt.

Für ibaLogic gibt es zurzeit zwei Plattformen:

  • Windows-PC (keine Echtzeiterweiterung nötig)
  • ibaPADU-S-IT2x16

Prozess-Schnittstellen

Prozess-Schnittstellen

ibaLogic bietet das gesamte Spektrum der iba-Connectivity, um Ein- und Ausgabesignale zu verarbeiten. Über die ibaNet-Lichtwellenleiter können alle Geräte aus der ibaPADU-Familie, Buskoppler und Systemanschaltungen angeschlossen werden.

Zusätzlich stehen Kopplungen über Feldbus, Ethernet und Sonderprotokolle zur Verfügung.

Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich ibaLogic besonders für die Einbindung in vorhandene, heterogene Automatisierungsstrukturen für die Modernisierung.

Performance und Systemdynamik

Performance und Systemdynamik

Die kleinste Zykluszeit von ibaLogic beträgt 1 ms. Bei einem Einsatz der entsprechenden iba-Peripheriebaugruppen ist eine schnelle Datenerfassung bis 40 kHz möglich, sodass z. B. Vibrations- und Schwingungsanalysen problemlos möglich sind. Die Anzahl möglicher Tasks ist nicht begrenzt. Jedem Task kann eine individuelle Zykluszeit und eine Priorität zugeordnet werden.

Messwertanzeige und Datenaufzeichnung in ibaLogic

Messwertanzeige und Datenaufzeichnung in ibaLogic

Die Messdatenaufzeichnung ist integraler Bestandteil von ibaLogic. Mithilfe eines speziellen Funktionsbausteins können Messdateien (*.dat) wie mit einem ibaPDA-System erzeugt und anschließend mit ibaAnalyzer ausgewertet werden.

Für Test und Inbetriebnahme steht das integrierte ibaPDAExpress zur Verfügung, mit dem Istwerte aus dem Programm live angezeigt werden können.

ibaLogic als Simulationssystem

ibaLogic als Simulationssystem

ibaLogic ist auch für die Simulation von Prozessen geeignet.

Durch die OPC-Konnektivität ist es möglich, Prozessabläufe mit ibaLogic zu simulieren und die Simulationsergebnisse (z. B. Bewegungen von Maschinenelementen) mit der 3D-Visualisierung ibaAnimation-3D anschaulich darzustellen.

Selbstverständlich können dafür auch andere Visualisierungssysteme verwendet werden.

Technische Daten entnehmen Sie bitte dem Produktblatt.

Lizenzkostenfreie Einstiegsversion ibaLogic-V5-Lite

(inkl. Ethernet-Treiber für AVR-NET-IO-Board)
Mit der kostenlosen Einstiegsversion realisieren Sie einfache Automatisierungslösungen.

Die lizenzpflichtige Vollversion ibaLogic erhalten Sie über eine Bestellung im Bereich Produkte.
Die lizenzkostenfreie Einstiegsversion ibaLogic-V5-Lite steht für registrierte Kunden zum Download bereit.

Weitere Informationen finden Sie unter www.iba-ag.com/de/ibalogic/.

Messdaten erfassen und analysieren

ibaPDA und ibaAnalyzer sind die zentralen Tools zum Erfassen und Analysieren von Messdaten:

Der moderne Klassiker der Messwerterfassung

Analyse und Auswertung
ohne Zusatzkosten

Hardware zur Messdatenerfassung

Unsere Standardprodukte zur Messdatenerfassung.