IEC 61850 Substation Monitoring
Ereignisse in Umspannwerken präzise erfassen: Dank seiner IEC 61850-Schnittstellen ermöglicht das iba-System den Abruf von Statusinformationen aus den…
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Elektrische Systeme reagieren äußerst schnell auf Fehler. Dabei entstehen in kürzester Zeit Ausgleichsvorgänge, die sogar zur Zerstörung von Betriebsmitteln führen, wenn sie nicht schnellst möglich geklärt werden.


Der Schaden bei Fehlfunktion von Schutzeinrichtungen oder Steuerungssystemen ist enorm. Die Auswertung und Bewertung eines solchen Fehlerfalls ist komplex und bedarf einer Vielzahl an Information aus analogen Messwerten, den Steuer- und Schutzsignalen und der Ereignishistorie. Oftmals ist die Vorgeschichte eines Fehlers für das Verständnis interessanter als die Entwicklung im Nachgang. Ein gutes Monitoring- System, wie das iba-System, bietet entsprechende Einstellmöglichkeiten und Pufferspeicher für die Aufzeichnung des Geschehens vor und nach einem Ereignis.
Als High-Speed-Störschreiber (Transient Fault Recorder) überwacht das iba-System die Anlagen kontinuierlich auf Signalstörungen in höchster Auflösung. Wenn eine Störung eintritt, werden die Signale triggergesteuert und hochauflösend aufgezeichnet. Damit lassen sich Netzstörungen und andere Ereignisse präzise analysieren und die Ursachen ermitteln.
Erst die Gesamtheit aller Daten und deren chronologisch richtige Darstellung zeigt die tatsächliche Systemreaktion, ermöglicht die Bewertung und bietet eine Entscheidungsgrundlage für künftige Verbesserungsmaßnahmen. Diese Gesamtheit aller Daten stellt das iba-System zur Verfügung. Alle eingehenden Daten können bewertet und als Trigger für die Aufzeichnung genutzt werden: neben digitalisierten Messwerten auch Daten aus Schaltanlagen (IEC 61850), aus der Steuerung, aus dem Prozess-Monitoring oder aus Power Quality-Messungen.
Die Funktionalität ist in jedem iba-System bereits vorhanden und muss lediglich konfiguriert werden. Wichtig dabei sind geeignete Schnittstellen oder entsprechend schnelle Komponenten zur Messwerterfassung, damit dynamische Vorgänge im ms- oder μs-Bereich beobachtet werden können.
Mit dem iba-System können mehrere tausend Signale pro Station an unterschiedlichen Standorten lückenlos überwacht werden. Für mögliche Fehlerbedingungen oder andere Ereignisse werden Trigger konfiguriert, die die punktgenaue, hochauflösende, synchrone Aufzeichnung der Signale auslösen. Für die Aufzeichnung lassen sich unterschiedliche Abtastraten konfigurieren, mit dem neuen ibaMAQSystem sogar bis zu 500 kHz.
Die Anzahl der Trigger ist nicht begrenzt. Mit einem Editor können Sie schnell und einfach Triggerbedingungen mit sämtlichen analogen und digitalen Signalen oder Kombinationen aus mehreren Signalen konfigurieren. Als Trigger können auch Ereignis- und Statusmeldungen via IEC 61850-Protokoll, z. B. GOOSE-Meldungen, genutzt werden. Beim Einsatz der Power Quality Unit ibaPQU-S kann auch auf Ereignisse der Netzqualität getriggert werden.
Trigger können in sogenannten Triggerpools zusammengefasst werden. Mit dem Triggerpool können mehrere Triggersignale als Start- bzw. Stopp-Trigger für die Datenaufzeichnung konfiguriert werden.
Reicht ein ibaPDA-System nicht für alle Signale aus, können mehrere (bis zu 5) ibaPDA-Systeme im sogenannten Multistation-Betrieb zusammengeschaltet werden. Alle beteiligten ibaPDA-Systeme arbeiten so zusammen, als wäre es ein einziges System. Sie erfassen die Signale absolut zeitsynchron und mit einer Synchronitätsgenauigkeit von weniger als einem Sample. Löst ein Trigger die Aufzeichnung an einem ibaPDA-System aus, startet die Aufzeichnung gleichzeitig bei jedem anderen ibaPDA-System.
HVDC-Stationen stehen oft mehrere hundert bis tausende Kilometer entfernt zueinander. Synchrone Messwerterfassung und stationsübergreifende Trigger sind dabei essentiell.
Das iba-System ist im Multistation- Betrieb in der Lage, sehr lange Distanzen, beispielsweise mehrere tausend Kilometer, zu überbrücken. Wenn ein Rechner die Messung mit einem Trigger auslöst, wird ein Zeitstempel mitgeschickt, der von den anderen Rechnern empfangen wird. Die Startzeit der Messdatei ist dann auf allen Rechnern gleich. Das funktioniert auch dann, wenn zwischen den Rechnern aufgrund großer Entfernungen eine Latenz besteht. Der Multistation-Betrieb ist für Aufzeichnungen in HVDC-Anlagen unerlässlich, er bietet jedoch auch für Aufzeichnungen in industriellen Umgebungen viele Vorteile.
Später können die zusammengehörigen Messdateien gleichzeitig in ibaAnalyzer geöffnet werden. Sowohl Startzeitpunkt als auch Samples stimmen bei allen Dateien überein – als wären die Signale mit einem einzigen System aufgezeichnet worden.
Die Trendanzeigen zeigen den Verlauf von Strom und Spannung auf der AC- und der DC-Seite rund um einen Abschaltvorgang mit Wiedereinschaltung.
Die hochaufgelösten Messdaten zeigen detailliert die Vor- und Nachgeschichte um das Ereignis. Die Aufzeichnung dokumentiert neben den AC und DC-Messwerten mehrere tausend Signale aus der Anlagensteuerung, die alle mit μs-Genauigkeit synchronisiert sind. Das iba-System erlaubt hier Entwicklern, Anlagen- und Betriebsverantwortlichen schnell individuellen Einblick in die Vorgänge auf der Anlage.
Laden Sie sich die Demo von ibaPDA und ibaAnalyzer herunter und optimieren Sie noch heute Ihre Prozesse. Testen Sie es 30 Tage lang kostenlos!
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