IEC 61850 Substation Monitoring
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Power Quality-Messungen sind normierte Messungen, die das Spannungssignal in seiner Form an der Übergabestelle zwischen Netzbetreiber als Lieferant und Verbraucher als Abnehmer qualifizieren und Abweichungen vom Normverlauf markieren.


Die Power Quality Unit ibaPQU-S ist speziell konzipiert für die Überwachung der Qualität in Energienetzen – normgerecht und mit höchster Genauigkeit.
Mit ibaPQU-S können Sie das Stromnetz am Anschlusspunkt in Echtzeit überwachen. Sie sind zudem in der Lage, Phänomene in Energiesystemen im gesamten Netz systematisch zu identifizieren und zu qualifizieren.
ibaPQU-S ermittelt alle Kennwerte, die in der Norm EN 50160 gefordert sind. Die Berechnung dieser Kennwerte erfolgt nach der Berechnungsvorschrift der Norm IEC 61000-4-30, Klasse A, der höchsten Qualitätsklasse.
Spannung wird durch die Normung zum Produkt, an das bewertbare Anforderungen gestellt werden. Die vertraglich vereinbarten Anforderungen sind sowohl für den Lieferanten, den Netzbetreiber, als auch für den Abnehmer relevant. Die normierte Messung dient als Nachweis und muss gerichtsfest sein, da sie mitunter als Beweismittel herangezogen wird.
Bei Abweichungen oder vertraglichen Verletzungen stellt sich die Frage nach den Ursachen, insbesondere ob die Ursache auf Netzbetreiber- oder auf Verbraucherseite zu suchen ist. Klassische Power Quality-Aufzeichnungen eignen sich gut zur Dokumentation, aber nur bedingt zur Ursachenanalayse. Denn Messdaten, die auf 10-Minuten- oder gar auf 2-Stunden-Intervalle aggregiert wurden, lassen dynamische Spitzen und ihre Zeitpunkte nicht mehr erkennen. Daher bietet das iba-System zusätzlich zu den normierten, aggregierten Datenklassen auch die Zwischenwerte im Halbperiodentakt (z. B. alle 10 ms) oder für Harmonische auch nach jeder FFT-Berechnung (alle 200 ms) zur Auswertung an.
Auch wenn bei der Normung der Fokus auf Spannungen liegt, so können mit dem iba-System alle Algorithmen und Berechnungen für Spannungen gleichermaßen auf Ströme angewandt werden. Dies ist insbesondere für Stromharmonische und der Bewertung von Filtermaßnahmen sehr wertvoll.
Für Betreiber komplexer, energieintensiver Anlagen lohnt es sich, parallel zur Übergabestelle weitere Messungen auch in der Tiefe des Anlagennetzes vorzunehmen, um die Ausbreitung von Störungen rückverfolgen zu können. Mit dem iba-System und seiner kombinierbaren Prozessdatenerfassung aus der Anlagensteuerung können die Verantwortlichen schnell Vorgänge im Prozess mit den Power Quality- Daten abgleichen und so eine Ursachenanalyse durchführen.
Neben der ereignisbasierten Auswertung, die Ursachen und Ursprung von Störungen identifiziert, ist das iba-System ebenso ideal geeignet, Langzeittrends zu beobachten und so die Wirksamkeit von Maßnahmen wie beispielsweise bei Kompensation von Harmonischen oder von Flicker zu beurteilen.
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