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Kleinsignalanregung im großen Stil

Measured by iba

Die Energiewende verändert das Stromnetz grundlegend: dezentrale Einspeisung, volatile Energiequellen und dynamischere Netzsituationen stellen Übertragungsnetzbetreiber vor immer neue Herausforderungen. Um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten, braucht es maximale Transparenz – insbesondere bei kritischen Netzereignissen.

High-voltage overhead power lines running through a blooming rapeseed field

Ausgangssituation und Herausforderungen

Amprion, einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, betreibt ein rund 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz. Dieses verbindet große Erzeuger mit Industrie, Verteilnetzbetreibern und Millionen Endverbrauchern. Um komplexe Netzvorgänge im Detail zu verstehen und zu dokumentieren, setzt Amprion auf das iba-System zur hochauflösenden Messwerterfassung und -analyse.

Lösungsansatz mit dem iba-System

Zentrales Werkzeug ist ibaPDA – eingesetzt als hochauflösender Störschreiber zur automatisierten Erfassung und Analyse netzrelevanter Ereignisse. Dabei werden nicht nur klassische Netzgrößen, sondern auch viele interne Signale aus Regelungen und Schutzsystemen synchron aufgezeichnet. Dank umfassender Triggerdefinitionen lassen sich gezielt nur die relevanten Ereignisse erfassen – mit hoher zeitlicher Auflösung und großer Signalvielfalt. 

Für die dauerhafte Bewertung von Netzqualität und Auslastung nutzt Amprion zudem ibaHD-Server zur Langzeitarchivierung der 400-kV-Messdaten. So können Trends über Jahre hinweg nachvollzogen und lokale Netzsituationen präzise bewertet werden.

Ergänzend dazu werden mit ibaDatCoordinator alle relevanten Messdaten automatisiert in das COMTRADE-Format konvertiert. In Kombination mit ibaAnalyzer lassen sich so aufwändige Analysen standardisiert durchführen – etwa zur Verifikation von Kurzschlussstromberechnungen nach IEC 60909-0.

Praxisbeispiel: Instabilität erkennen – und gezielt gegensteuern

Im November 2024 verzeichnete eine STATCOM-Anlage bei Amprion wiederholt instabile Regelverhältnisse. Mit Hilfe der ibaPDA-Aufzeichnungen konnte das Verhalten im zeitlichen Kontext anderer Netzereignisse eingeordnet werden. Die Auswertung deutete auf externe Einflüsse hin. Darauf basierend wurde das Regelverhalten an einer Testanlage unter realitätsnahen Bedingungen simuliert, optimiert und erfolgreich freigegeben.

Fazit

Mit dem iba-System analysiert Amprion auch komplexeste Netzphänomene fundiert und nachvollziehbar – für mehr Netzstabilität, verlässliche Entscheidungen und eine zukunftssichere Energieversorgung.

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Erfahren Sie, wie das iba-System zu höherer Betriebseffizienz beiträgt und Transparenz für die Stromnetze von morgen schafft.
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Maria Dimitsanti

Ergebnisse & Mehrwert

Ereignisbasierte Aufzeichnung

dank umfangreicher Trigger

Langfristige Netztransparenz

durch hochauflösende Archivierung in ibaHD-Server

Effiziente Weiterverarbeitung

und automatische Konvertierung in das COMTRADE-Format

Thomas Puetz, Amprion GmbH

Mit dem iba-System analysiert Amprion auch komplexeste Netzphänomene fundiert und nachvollziehbar – für mehr Netzstabilität, verlässliche Entscheidungen und eine zukunftssichere Energieversorgung.

Thomas Pütz
Amprion GmbH

Verwendete Funktionen

Die folgenden Funktionen des iba-Systems werden in dieser Applikation verwendet.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mit ibaPDA lässt sich eine ereignisbasierte Datenerfassung realisieren, die gezielt relevante Netzereignisse mit hoher zeitlicher Auflösung aufzeichnet. Der zentrale Nutzen liegt darin, große Datenmengen zu reduzieren und dennoch kritische Zustände vollständig zu erfassen. Technisch werden frei definierbare Trigger genutzt, um Störungen, Lastwechsel oder Regelabweichungen automatisiert zu erkennen und aufzuzeichnen, inklusive Vor- und Nachlaufzeiten. In der Praxis ermöglicht dies eine präzise Analyse von Netzereignissen ohne permanente Vollaufzeichnung, wodurch Speicherressourcen effizient genutzt werden und gleichzeitig alle relevanten Informationen für die Bewertung der Netzqualität und Stabilität verfügbar bleiben.

ibaPDA ermöglicht die synchrone Erfassung unterschiedlichster Messgrößen und interner Signale auf einer gemeinsamen Zeitbasis. Der Nutzen besteht darin, komplexe Wechselwirkungen zwischen Netzgrößen, Schutzsystemen und Regelungen nachvollziehbar zu machen. Technisch werden sowohl elektrische Parameter als auch interne Steuerungssignale zeitlich exakt korreliert aufgezeichnet. In der Praxis erlaubt dies Ingenieuren, beispielsweise Instabilitäten oder dynamische Effekte im Netz eindeutig zuzuordnen und deren Ursachen im Gesamtkontext zu verstehen, was die Qualität von Analysen und die Sicherheit von Betriebsentscheidungen erheblich verbessert.

ibaHD-Server stellt eine leistungsfähige Plattform zur langfristigen Speicherung hochauflösender Messdaten bereit. Der zentrale Nutzen liegt in der Möglichkeit, Entwicklungen und Trends über Jahre hinweg zu analysieren. Technisch werden große Datenmengen strukturiert gespeichert und für Auswertungen effizient verfügbar gemacht. In der Praxis können Netzbetreiber damit Veränderungen in der Netzqualität, Auslastung oder Stabilität über längere Zeiträume hinweg erkennen und bewerten. Dies unterstützt nicht nur die Optimierung des Netzbetriebs, sondern liefert auch eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen und regulatorische Nachweise.

Mit ibaDatCoordinator lassen sich Messdaten automatisiert in standardisierte Formate wie COMTRADE überführen. Der Nutzen besteht darin, die Weiterverarbeitung in externen Simulations- und Analysewerkzeugen zu vereinfachen. Technisch erfolgt die Konvertierung datengetriebener Messdateien in normgerechte Strukturen gemäß gängigen Standards. In Kombination mit ibaAnalyzer können diese Daten anschließend detailliert ausgewertet werden. In der Praxis ermöglicht dies eine effiziente Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Systemen und Fachbereichen, etwa bei der Validierung von Kurzschlussstromberechnungen oder bei der Durchführung tiefergehender Netzstudien.

ibaAnalyzer unterstützt die detaillierte Analyse von Netzstörungen und deren Ursachen. Der wesentliche Nutzen liegt in der Möglichkeit, Störungen nicht nur zu erkennen, sondern vollständig im Kontext anderer Netzereignisse zu bewerten. Technisch werden aufgezeichnete Daten synchron dargestellt und können hinsichtlich zeitlicher Abläufe und Wechselwirkungen untersucht werden. In der Praxis erlaubt dies eine gezielte Optimierung von Regelstrategien und Systemparametern, wie etwa bei der Stabilisierung von Anlagenverhalten. Dadurch werden ungeplante Ausfälle reduziert und die Anlagenverfügbarkeit sowie die Betriebssicherheit nachhaltig verbessert.

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