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Um Daten aus den TwinCAT- oder anderen EtherCAT-basierenden Steuerungen zu erfassen, bietet das iba-System mehrere Möglichkeiten – für unterschiedliche Anforderungen die jeweils passende Lösung. Die iba-Lösungen unterstützen insbesondere TwinCAT 2 und TwinCAT 3.

Ein ibaPDA-System kann über EtherCAT- oder Ethernet-Kommunikation an TwinCAT-Steuerungen angeschlossen werden.
Welcher Weg am besten geeignet ist, richtet sich u. a. danach, wie schnell die Daten erfasst werden müssen, ob eine zyklusgenaue Aufzeichnung erforderlich ist und welche Hardware vorhanden ist. Darüber hinaus bieten die Request-Technik und die Xplorer-Schnittstelle die Möglichkeit, Signale ohne Programmieraufwand anhand der symbolischen Bezeichner über einen Symbol-Browser auszuwählen.
Müssen Daten schnell und zyklusgenau erfasst werden, sollte die Anbindung des Twin- CAT-Systems über EtherCAT mit dem Busmonitor ibaBM-eCAT erfolgen.
Der Busmonitor kann zusätzlich auch als EtherCAT-Slave konfiguriert werden, die Programmierung der Ausgabe erfolgt direkt im Programm. Die Signalkonfiguration kann aus der EtherCAT-Projektdatei des Automatisierungssystems übernommen werden. Voraussetzung hierfür ist die ENI-Exportdatei der EtherCAT-Konfiguration, die in ibaPDA importiert wird. Damit stehen die Signale aller projektierten Klemmen in ibaPDA zur Verfügung. Über einen Symbol-Browser lassen sich die Signale bequem per Mausklick auswählen.
Steht keine ENI-Exportdatei der EtherCAT-Konfiguration zur Verfügung, kann der Symbol- Browser für die Signalauswahl nicht genutzt werden. Mittels EtherCAT-Browser ist es optional möglich, die Werte für die Erfassung direkt vom EtherCAT-Bus auszuwählen. Der EtherCAT-Browser beinhaltet auch Diagnosefunktionen des Busses. So können beispielsweise die einzelnen Telegramme analysiert sowie Zyklus- und Umlaufzeit angezeigt werden. Eine Vielzahl von Diagnosesignalen, die den EtherCAT-Bus beschreiben, stehen zur Erfassung in ibaPDA zur Verfügung.
Bei der Anbindung über Ethernet ist die Kommunikation abhängig von der Kommunikationsleistung der Steuerung und der Auslastung des Netzwerks. Deshalb kann die Erfassung hierüber nicht zyklusgenau sein. Der Vorteil ist jedoch, dass der Standardnetzwerkanschluss der Steuerung verwendet werden kann, in ibaPDA ist lediglich eine Software- Schnittstelle erforderlich.
Egal ob Anbindung über Ether- CAT oder Ethernet – die Werte, die aufgezeichnet werden sollen, müssen in der Steuerung programmiert werden und vom Programm der Steuerungverschickt werden. Jede Änderung der Werte erfordert eine Programmänderung.
Mit Hilfe spezieller iba-Lösungen lässt sich der Programmieraufwand jedoch vermeiden: Mit der Xplorer-Schnittstelle oder Request- Technik können Messwerte ohne Eingriff in die Programmierung bei laufender Steuerung geändert werden. Darüber hinaus können die Messwerte durch Import des Adressbuchs flexibel ausgewählt werden.
Die Request-Technik ermöglicht eine wahlfreie Anforderung der Signale aus der Steuerung. Die Messwerte können aus dem Adressbuch des Projekts ausgewählt und einfach über ihren symbolischen Namen angesprochen werden. Hierfür müssen PLC-Codebausteine, sogenannte Request-Blöcke, einmalig in das Programm des TwinCAT-Systems eingebunden werden. Nach Anforderung sendet das Twin- CAT-System zyklisch die Messwerte an das ibaPDA-System. Die Request-Technik ist sowohl für die Anbindung über EtherCAT als auch Ethernet UDP verfügbar.
Mit der TwinCAT-Xplorer-Schnittstelle lässt sich eine sehr einfache und kostengünstige Ankopplung an TwinCAT-Systeme realisieren. Die Xplorer-Schnittstelle ermöglicht wie die Request-Technik den wahlfreien Zugriff auf interne Daten einer Steuerung. Es werden die Standard-Mechanismen der jeweiligen Steuerung genutzt, zusätzliche Hardware ist bei Verbindung über Ethernet nicht erforderlich. Die Messwerte werden jedoch zyklisch angefordert und von der Steuerung im so genannten Polling-Verfahren beantwortet. Die Erfassung ist nicht zyklusgenau, da die Daten erst von der Steuerung gesendet werden, wenn die Anforderung bearbeitet werden kann.
Die Signale können in ibaPDA über einen Symbol-Browser einfach per Mausklick ausgewählt werden. Die Auswahl der Signale kann jederzeit flexibel geändert werden – ohne Eingriff in die Steuerung, bei laufender Anlage.
Eine Xplorer-Schnittstelle steht nicht nur für TwinCAT-Steuerungen zur Verfügung, sondern auch für SIMATIC S7-Systeme, ABB-Steuerungen, Allen Bradley- Steuerungen (PLC5, SLC500, ControlLogix-Steuerungen), B&R-Systeme, CODESYS-V2 und V3-basierte Systeme, Mitsubishi MELSEC-Steuerungen, OMRON-Steuerungen sowie SIGMATEK-Steuerungen. Die genannten Xplorer-Schnittstellen sind in einem Bundle für ibaPDA erhältlich, können aber auch einzeln lizenziert werden. Außerdem steht eine kostengünstige Einstiegslösung zur Verfügung, die sich z. B. ideal für die effiziente Fehlersuche oder Inbetriebnahme eignet: ibaPDA-PLC-Xplorer bietet die volle ibaPDA-Funktionalität für bis zu 64 Signale.
Für die Datenerfassung aus TwinCAT-2- und TwinCAT-3-Steuerungen bietet ibaPDA verschiedene Schnittstellen für unterschiedliche Anforderungen an Geschwindigkeit, Synchronisation und Flexibilität. Über EtherCAT kann mit dem Busmonitor ibaBM-eCAT eine zyklusgenaue Erfassung direkt aus dem Feldbus realisiert werden. Für Ethernet-basierte Kommunikation stehen Generic-TCP-, Generic-UDP- sowie TwinCAT-Xplorer-Schnittstellen zur Verfügung. Dadurch lassen sich sowohl hochdynamische Prozesse als auch klassische Monitoring- und Diagnoseanwendungen effizient integrieren und analysieren.
Eine zyklusgenaue Datenerfassung ist entscheidend für die Analyse schneller Regelungs- und Bewegungsprozesse in modernen Automatisierungssystemen. Mit ibaBM-eCAT ermöglicht ibaPDA die synchrone Erfassung von EtherCAT-Daten direkt auf Bus-Ebene. Dadurch können Signaländerungen präzise im zeitlichen Zusammenhang analysiert werden, was insbesondere bei Motion-Control-Anwendungen, Antriebsdiagnosen oder hochdynamischen Maschinen von Vorteil ist. Zusätzlich lassen sich Diagnoseinformationen wie Zykluszeiten oder Telegrammdaten auswerten, um Kommunikationsprobleme und Performance-Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Die symbolische Signalauswahl vereinfacht die Datenerfassung erheblich, da Variablen direkt über ihre Projektbezeichnungen ausgewählt werden können. Mit der Request-Technik und der TwinCAT-Xplorer-Schnittstelle bietet ibaPDA einen komfortablen Zugriff auf Steuerungsdaten über einen integrierten Symbol-Browser. Dadurch lassen sich Signale flexibel hinzufügen oder ändern, ohne das SPS-Programm anzupassen oder die Anlage anzuhalten. Besonders bei Inbetriebnahmen, Fehlersuchen und Prozessoptimierungen reduziert dies den Engineering-Aufwand und verbessert die Effizienz der Diagnose.
Pollingbasierte Schnittstellen eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen keine vollständige Zyklusgenauigkeit erforderlich ist. Mit der TwinCAT-Xplorer-Schnittstelle kann ibaPDA Daten über Standard-Ethernet-Verbindungen zyklisch aus der Steuerung abfragen, ohne zusätzliche Hardware oder komplexe Projektanpassungen. Diese Methode ist ideal für Prozessmonitoring, Zustandsüberwachung, Inbetriebnahmen oder schnelle Analysen einzelner Maschinen. Gleichzeitig profitieren Anwender von einer kosteneffizienten Integration und hoher Flexibilität bei der Auswahl der Messsignale.
Flexible SPS-Konnektivität ermöglicht die einheitliche Datenerfassung über unterschiedliche Steuerungsplattformen hinweg und schafft die Grundlage für zentrale Prozessanalysen. Neben TwinCAT-Systemen unterstützt ibaPDA mit seinen Xplorer-Schnittstellen auch Steuerungen von Siemens, ABB, Allen-Bradley, Mitsubishi, OMRON, B&R und weiteren Herstellern. Dadurch können heterogene Automatisierungslandschaften ohne aufwendige Zusatzlösungen integriert werden. In Kombination mit ibaAnalyzer lassen sich die erfassten Daten anschließend für Ursachenanalysen, Performance-Monitoring und langfristige Optimierungsprojekte nutzen.